Café Fräulein Frida

Etwa zur gleichen Zeit, als wir von Nippes nach Neu-Ehrenfeld gezogen sind, eröffnete ganz in unserer Nähe ein kleines Café an der Subbelrather Strasse, dass mir in erster Linie durch den schönen Schriftzug am Fenster aufgefallen ist: das Fräulein Frida. Inhaberin Caro hat sich damit vor etwas mehr als anderthalb Jahren nach der Geburt ihrer Tochter Frida einen Herzenswunsch erfüllt.

Fräulein Frida ist ein familienfreundliches Café. Liebevoll eingerichtet mit alten, selbst aufgearbeiteten Möbelstücken und ausgesuchten Interieurdetails. Und jede Menge hübschen Spielsachen. Ich hab mich hier schon häufig mit Freunden getroffen um in Ruhe einen Kaffee zu trinken (übrigens eine eigens fürs Fräulein Frida hergestellte Röstung von der Kölner Traditionsrösterei Schamong) oder einen der selbst gebackenen und sehr leckeren Kuchen zu probieren, die Caro und ihr Team während ihrer Schichten zubereiten. Mia hat indes mit dem Kaufmannsladen gespielt oder sich neugierig die vielen Dinge angeschaut, die es zu entdecken gibt. Die Atmosphäre ist angenehm, auch wenn zu Stoßzeiten am Vor- oder Nachmittag viel los sein kann. Ein bißchen wie auf einer Familienfeier, bei der die Erwachsenen sitzen und die Kinder wuseln.
Durch die räumliche Trennung der Spielecke im hinteren Bereich des Cafés gibt es auch für Nicht-Eltern an den vorderen Tischen die Möglichkeit, in Ruhe zu quatschen. Ein kostenloses Wlan Netz für diejenigen, die bei einem guten Kaffee arbeiten oder surfen möchten gibt es auch. An warmen Tagen kann man übrigens prima auf der Terrasse im Innenhof sitzen während die Kinder im Sandkasten vor der Spielhütte buddeln.verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9411verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9352Caro hat sich ein paar Minuten Zeit genommen und mir von ihrem Schritt in die Selbstständigkeit erzählt. Ich fühlte mich an die Zeit kurz nach der Geburt von Mia erinnert. Als unser Kreis aus frisch gebackenen Müttern irgendwann an Sicherheit gewonnen und wieder Lust hatte, die eigenen vier Wände zu verlassen, musste ich feststellen, dass es in Nippes kein wirklich familienfreundliches Cafés gibt. Ich habe zu der Zeit kurz selbst mit dem Gedanken gespielt, ein Café zu eröffnen. Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, wirft man einen Blick auf die Geburtenraten der Stadt Köln. Nach Vierteln sortiert, müssten die Chancen auf Erfolg in Nippes, Sülz oder Lindenthal relativ hoch sein. Dass es für Caro und das Fräulein Frida letztendlich Ehrenfeld geworden ist, verdankt sie nach langer Suche nach einem passenden Ladenlokal einem Zufall. Ihr Vermieter hatte einen alten Copyshop mit Hinterhof im Angebot, unweit von ihrer Wohnung entfernt. Circa ein Jahr lang haben ihr Freund und sie entrümpelt, eingerissen und renoviert. Damit es genau so wird, wie sie es haben wollten.verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9407_sw

Wenn man sich mit einer Idee selbstständig machen möchte, braucht man Durchhaltevermögen, muss realistisch bleiben und mutig sein, sagt Caro. Und das, was man macht, gerne machen. Das spüren die Gäste.
Mit dem Fräulein Frida hat sie jedenfalls gefühlt alles richtig gemacht.

verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9378verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9363verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9372verenaFOTOGRAFIERT_IMG-9367Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9:30 – 18 Uhr, Sonntag 10 – 18 Uhr (Ruhetag: Samstag)

Milchkaffee: 2,70 €
Stück Kuchen: 3,20 €
Waffel am Stiel: 2,90 €
Kinderschorle: 1,-€

Adresse
Subbelrather Strasse 179
50823 Köln

Website: http://www.fraeulein-frida.de/
Fotos: http://verenafotografiert.de/

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